Frankfurt, 21.06.2021. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland berichtet:

In Chak 261 R.B, Adhwali, im Bezirk Faisalabad, hat die Polizei am 17.06.2021 in Begleitung der Verwaltung das islamische Glaubensbekenntnis, die Namen Allahs und die Koranverse von der örtlichen Ahmadiyya Moschee entfernt und die Minaretten demoliert. Darüber hinaus wurden Inschriften aus vier Ahmadi-Häusern entfernt. In der jüngsten Vergangenheit haben solche Vorfälle zugenommen.
Den Angaben zufolge hat die Gegnerschaft zu der Ahmadiyya Muslim Jamaat in dem Dorf seit eineinhalb Jahren zugenommen. Den Gegnern wurde erlaubt, Anti-Ahmadiyya-Versammlungen durchzuführen und gegnerische Geistliche von außerhalb des Dorfes einzuladen. Sie forderten, die Gebetsnische und die Minarette des Ahmadiyya-Gotteshauses abzureißen und islamische Inschriften von Ahmadiyya-Häusern zu entfernen.
Die AMJ hat auf verschiedenen Ebenen die Zuständigen kontaktiert, um die Angelegenheit zu lösen. Der Bezirksleiter der Ahmadiyya-Gemeinde schrieb an den Polizeipräsidenten von Punjab.
Ein Treffen des Friedenskomitees wurde am 9. Juni abgehalten, und wie befürchtet haben die Mitglieder des Komitees, der Assistant Commissioner und der Polizeipräsident beschlossen, dass das Glaubensbekenntnis und die Minarette entfernt werden sollen.
Einspruch gegen die Entscheidung wurde rechtzeitig eingelegt. Leider, ohne eine Anhörung auf unseren Appell haben die Polizisten in Begleitung von etwa 30 Mitarbeitern der Verwaltung nach Sonnenuntergang die Abrissarbeiten in etwa drei Stunden durchgeführt. Die Polizei war während des gesamten Prozesses extrem wachsam und außer den Arbeitern war es niemandem erlaubt, das Gebiet zu betreten. Ebenso war es niemandem erlaubt, Foto- oder Videoaufnahmen zu
machen. Die Polizeibeamten überwachten das Geschehen von den Dächern der umliegenden Häuser. Sie entfernten auch einige Trümmer und versuchten, die Bereiche zu flicken, wo die Inschriften entfernt wurden. Es ist eine Mauer vor der Gebetsnische errichtet worden, um sie abzuschirmen.
Dies ist ein weiteres Beispiel für die staatlich unterstützte Verfolgung der Ahmadiyya-Gemeinde und eine grobe Verletzung der Menschenrechte. Solche Angriffe auf Gebetsstätten sind ein Verstoß gegen das Urteil des obersten Richters Tassaduq Hussain Jillani vom 2014 über den Schutz von Gebetsstätten.

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